Wozu braucht man Männer?Feministinnen mögen ab und zu die provozierende Frage stellen, ob man Männer wirklich braucht. Nun, sehen wir einmal von gewissen mehr oder weniger wichtigen Unterschieden ab, so ist das Entscheidende, was Männer den Frauen voraus haben, ihr Schwanz und ihr Sperma. Warum ich das so frauenfeindlich formuliere? Ich könnte doch schließlich auch sagen, dass die Frauen den Männern das Fehlen eben jener Kriterien voraus haben? Aber gemeinhin ist es ja wohl so, wenn einer etwas hat und es dem anderen fehlt, dann hat der eine dem anderen etwas voraus und nicht umgekehrt. Aber zurück zum Thema.Nun könnte man ja sagen, den Schwanz kann man jederzeit durch einen Dildo ersetzen. Wobei die meisten Frauen offen zugeben, dass auch der beste Gummischwanz nicht so gut ist wie "der wahre Jakob". Sagen wir es also einmal so – man kann durchaus auf den männlichen Schwanz verzichten und mit Dildos glücklich werden, aber ein echter Mann ist demgegenüber immer noch eine Steigerung des Glücks. Von daher könnte man eine – allerdings massiv eingeschränkte – Entbehrlichkeit durchaus befürworten. Es soll ja auch Leute geben, die beim kalten Büffet an den besten Dingen vorübergehen, um sich selbst zu bestrafen. Sie überleben das ohne Weiteres; sie verpassen nur eben Einiges. Kommen wir nun zum Sperma. Sie kennen sicherlich die ganze ethische ebenso wie biologische Diskussion um embryonale Stammzellen, mit deren Hilfe wahre medizinische Wunder möglich sein sollen und dies zum Teil sogar schon sind. Jetzt ist es sogar gelungen, aus solchen embryonalen Stammzellen Spermien entstehen zu lassen. Ein Forscherteam der Newcastle University und des NorthEast England Stem Cell Institute (NESCI) kann sich diese Entdeckung auf die Fahnen schreiben. Natürlich denkt man unter solchen Umständen gleich an Aldous Huxleys "Brave New World" mit ihren künstlich gezüchteten Menschen. Aber jetzt mal langsam mit den jungen Pferden. Erstens ähneln diese aus den Stammzellen gezüchteten Spermien zwar denen, die auch die Männer beim Orgasmus von sich geben. Ob sie jedoch wirklich in der Lage sind, eine weibliche Eizelle zu befruchten, das müssten sie ja erst einmal beweisen. Davor schrecken Wissenschaftler verständlicherweise noch zurück, diesen Beweis zu führen. Wissenschaftliche Neugier und moralisch-ethisches Empfinden liegen eben nicht immer auf der gleichen Linie. Anzeige:
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